reaktion
denken mit KI
denken mit MI
| position
Gefühl & Haltung ist ein rätselhafter Titel für eine Webseite und erinnert an Jane Austens „Verstand & Gefühl“ (sense & sensibility). Mir selbst beim Denken zuzuschauen, führt mich zu dem Begriffspaar Gefühl & Haltung. Für gewöhnlich wünscht man sich, dass beim Denken Quellenprüfung, Logik und gesunder Menschenverstand sich auf den Weg machen Objektivität zu generieren. Allerdings gibt es für jedes Problem eine kaum überschaubare Fülle an Positionen und Quellen, so dass Gefühle und Haltungen einen starken Einfluss darauf haben, welche Meinung wir uns letztlich bilden.
Ich höre in letzter Zeit häufig, jeder sei in seiner eigenen Blase, wichtig wäre nur, die Meinung des Anderen zu akzeptieren. Ich stelle mir dann vor, man hätte das zu einem Widerstandskämpfer im dritten Reich gesagt. Wann hält der Hauptstrom etwas für wahr? … Fest steht der Apfel fällt nach unten, aber eben auch nicht weit vom Stamm… Wahrheit ist ein historischer Prozess und wird oft erst viel später auf breiter Basis als solche (an)erkannt. Welche Rolle spielt man selbst in diesem Prozess?
Man lernt es ja nirgends, einen distanzierten Blick auf die eigenen Denk- und Interaktionswege einzuschlagen. Im Gegenteil, es wird alles getan diesen Blick zu verstellen. Sich beim Denken zuzuschauen, erfordert Ehrlichkeit, Reflexion und die Bereitschaft nicht bewertend, sondern neutral und neugierig wahrzunehmen. Bestimmte Haltungen eröffnen einen Zugang zum Selbst und seinen, oft nicht sehr angenehmen, Gefühlen. „Haltung zeigen“ hingegen ist nur ein äußerliches Scheingefecht. Ich glaube nicht, dass wir ohne einen ehrlichen und distanzierten Blick auf uns selbst aus der aktuellen gesellschaftlichen Misere herausfinden können.
„Öffne Deine Augen und sieh die Angst, die Verzweiflung, die Gier und die Gewalt, die alles durchdringen. Sieh die abscheuliche Grausamkeit und das Leid auf einer unvorstellbaren Skala, die Menschen einander zugefügt haben und weiterhin zufügen. Du musst dies nicht verurteilen. Beobachte es. Das ist Wahnsinn. Das ist Unbewusstheit. Vor allem, vergiss nicht, deinen eigenen Verstand zu beobachten. Suche die Wurzel dieses Wahnsinns dort.“
Eckehardt Tolle
| reaktion | … brücken bauen?
„Dein Film versucht Brücken zu bauen, richtig?”
Brücken baut man um keine nassen Füße zu bekommen, ich wünsche mir, dass der Film einen zum Schwimmen bringt. Aufarbeitung hat viele Aspekte, rechtliche, politische, gesellschaftliche, persönliche. Sinnvolle Aufarbeitung will für die Zukunft lernen, ohne vorschnell zu harmonisieren oder Unangenehmes zu vertuschen. C.S.
| reaktion | … das problem zwischen oben und unten
„Danke, für deine sehr persönliche Fragereise. Die Fragen sind es, die auch mich sehr umtreiben. Oder vielleicht besser gesagt, ist es eine Ahnung darüber, dass ein Teil der Lösung in mir selbst liegt. Wenn die Lösung das Problem ist, sollten wir sie nicht finden, Suchen ist alles! Obwohl das Problem zwischen Oben und Unten schon einer Lösung bedarf, oder?” Silvia Albu-Stanescu
| position | Das Persönliche und das Allgemeine
Nach fast jeder Vorführung von „selbstgespräche mit siri“ werde ich gefragt:„Das ist doch ein persönlicher Film, oder?“ Ich antworte mit ja. Diese Bejahung scheint eine Art von Beruhigung auszulösen; was wird hier beruhigt? Fallen persönliche Aussagen aus dem Wahrheitsdiskurs, weil sie eben persönlich und nicht allgemein gültig sind?
So spricht man üblicherweise nur dann persönlich
* wenn man ein selbst erlebtes Beispiel geben möchte, in einem allgemeingültigen Zusammenhang,
* oder wenn man sich in Konflikten dazu gezwungen sieht, das gegenseitige Beurteilungskarussel zu durchbrechen (im Sinne Gewaltfreier Kommunikation oder Ehrlichen Mitteilens).
Es scheint, als ginge es beim persönlichen Sprechen nicht um Wahrheit, sondern nur um Verständigung. Und doch kann ich mir keine höhere Form der Wahrheit vorstellen, als möglichst ehrliches, persönliches Sprechen. Was macht mir das Verallgemeinern so suspekt?
Mein Film findet seinen roten Faden durch einen Strom der Selbstreflexion. Ich suche eine Sprache, weit weg von Rechtfertigung, Anklage, Lamentieren oder Empörung. Es war mir ein wichtiger Lerneffekt, wie schwer mir das gefallen ist! Wie meine Intellektualität mir immer wieder den Weg geebnet hat, genau in diesen Empörungschargon zu verfallen, in dem man sich fragt, warum die Anderen nicht erkennen, was man selbst zu erkennen glaubt.
Die Anderen sind ein nie versiegender Quell für die Abwehr des Eigenen; das kann man wunderbar in der medialen Propaganda beobachten, so will ich nicht sein. Der Andere wird zum Objekt eines (wie auch immer gearteten) Wertesystems. Mit Werten und Bewertung erreichen wir Verallgemeinerung, die wir zur Selbstvergewisserung so dringend brauchen. Nun kommt aber die innere Wahrheit, das um sich selbst wissen, meist nur dann zum Vorschein, wenn das Beurteilen verstummt. Diesen Prozess begleitet meist etwas, das man Vergebung nennen möchte. Sich selbst (und anderen) vergeben; die eigene Schwäche, das nicht Souveräne, und den ganzen anderen Balast der sieben Todsünden …
Das Begriffspaar Gefühl & Haltung scheint mir daher richtungsweisend. Damit unser Selbstbild das ganze Menschsein und das ganze Gefühlsspektrum umfasst, braucht es eine offenere Haltung. Vielleicht sollten wir das Persönliche und das Allgemeine einer anderen Art der Betrachtung unterziehen?
| reaktion | … ich glaube nicht, dass Ihr film „viral geht“
“Ich sehe fast nie Dokumentarfilme, und obwohl Ihr Film sicherlich stark künstlerische Aspekte hat, ist er doch eine Art Dokumentarfilm. Ich finde die Mischung aus den Joker/Clown-Motiven, der Privatperspektive, den Naturbildern, der Darstellung der Politik, des Widerstands und der Ansichten von Denkern sehr gelungen. Nur der Abschnitt mit Beuys stört mich: Ich halte ihn für einen Scharlatan, es ist nicht so, dass er nicht verstanden wurde, sondern er war ein pseudokünstlerischer Wichtigtuer zu der Zeit, als der postmoderne Kollektivismus entstand. Sie thematisieren diese Bewegung nicht, aber sie hat eine wesentliche kulturelle Bedeutung für das, was wir heute erleben. Ich lehne Beuys Pseudokunst und seine absurde Aussage, jeder sei ein Künstler, jedenfalls ab. Als soziale Wesen erzeugen wir im Umgang mit anderen Menschen keine Kunst, sondern Gemeinschaft und Gesellschaft. Jeder Mensch hat Menschenwürde, aber nicht jeder ist ein Künstler. Als Kontrast zu Watzlawik, einen stark verblassten Modedenker der 1980er Jahre, den sie an einer seiner besseren Stellen erwischt haben, hätten Sie auch einen anderen, nämlich einen echten Künstler wählen können.
Was mir als Christ an Ihrem Film auch fehlt, ist natürlich Christus. Aber der fehlt eben vielen Menschen und an vielen Stellen! Ich glaube nicht, dass Ihr Film „viral geht“, weil der dafür viel zu anspruchsvoll ist; er ist eben auch – ein Kunstwerk.” Dr. Jobst Landgrebe
| denken mit KI (Keine Intelligenz)
Siri, die Antifa jagt Nazis, ich bin doch kein Nazi, wo ist denn das Problem?
KI: Das Problem liegt darin, dass unterschiedliche Ansichten und Meinungen zu Impfungen zu Spaltungen in der Gesellschaft führen können. Es ist wichtig, dass wir auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten vertrauen, sagt Chat GPT.
Siri, muss mich der Staat erziehen, ich bin doch kein Kind mehr ?
KI: Während einige Menschen diese Praktiken als manipulativ betrachten können, gibt es auch Argumente dafür, dass sie verwendet werden, um positive Verhaltensänderungen herbeizuführen oder komplexe Informationen verständlicher zu machen.
| denken mit MI (Menschliche Intelligenz)
Wir schließen genau immer die Lebenswirklichkeiten aus und damit eigentlich auch die Kommunikation und deshalb nenne ich es Propagandamaschine. Es entstehen Angebote und mittlerweile sind es in meinen Augen katastrophale Angebote, Angebote die man nicht mehr hinnehmen darf, weil die Angebote darauf zielen zu denunzieren. Gabriele Gysi
Walter Lippmann, der den Begriff der Public Relation geprägt hat, in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts, der hat gesagt, was die Masse, wenn sie mal beunruhigt ist, was die Leute am meisten wollen, ist dass man ihnen sagt, was sie wollen sollen. Roman Braun


