Brücken baut man, um trockenen Fußes weiterzukommen. Ich wünsche mir, dass der Film Lust aufs Schwimmen macht.
Aufarbeitung umfasst viele Facetten – rechtliche, politische, gesellschaftliche, persönliche. Auf Brücken werden Gefangene ausgetauscht; im Wasser verändert sich unsere Wahrnehmung. Christine Schillinger
selbstgespräche mit siri
4 jahre booster
filmessay, 55 min., christine schillinger
Gibt es Orte, die sich schnell und andauernd verändern? Mein Kopf ist so ein Ort, seit vier Jahren ist er wie geboostert. Deutungshoheiten stürzen vom Thron, Begriffe verlieren ihre Bedeutung. Das Genre Filmessay erlaubt es mir, auf experimentelle Weise, Politisches, Persönliches, Mediales und Kulturelles in einem Strom der (Selbst)-Reflexion zu verarbeiten. „Erkenne dich selbst“ – der antike Leitspruch führt durch den Film – er wird heute meist zitiert, wenn gesellschaftliches Entwicklungspotential und Demokratiefähigkeit des Menschen infrage steht.
Ein stilisiertes Auge aus Marmor, fotografiert im Schloss Buonconsiglio in Trient. In der Umrandung des Auges ist zu lesen: „GNOTHI SEAUTON“ (griechisch) „Erkenne dich selbst“. https://de.wikipedia.org/wiki/Gnothi_seauton
Ein stilisiertes Auge aus Marmor, fotografiert im Schloss Buonconsiglio in Trient. In der Umrandung des Auges ist zu lesen: „GNOTHI SEAUTON“ (griechisch) „Erkenne dich selbst“. https://de.wikipedia.org/wiki/Gnothi_seauton
Was aber ist dieses Selbst, wie lässt es sich abgrenzen vom Nicht-Selbst? Hat es eine Chance auf Autonomie, lebt es besser in Symbiose, oder gar parasitär, in toxischer Beziehung zum Fremden? Letztlich ist alles Interaktion. Die kleinste Einheit ist zwei. Welches Verhältnis nehmen A und B ein? Begriffe zur Charakterisierung von Interaktion findet man in Psychologie, Politik, eigentlich überall; von Narzissmus über Verhaltensökonomie bis zur Multipolarität. Zahlreiche Analysten und Denker, bekannt aus den freien Medien, sprechen in diesem Film über solche Interaktionswege.
Was aber ist dieses Selbst, wie lässt es sich abgrenzen vom Nicht-Selbst? Hat es eine Chance auf Autonomie, lebt es besser in Symbiose, oder gar parasitär, in toxischer Beziehung zum Fremden? Letztlich ist alles Interaktion. Die kleinste Einheit ist zwei. Welches Verhältnis nehmen A und B ein? Begriffe zur Charakterisierung von Interaktion findet man in Psychologie, Politik, eigentlich überall; von Narzissmus über Verhaltensökonomie bis zur Multipolarität. Zahlreiche Analysten und Denker, bekannt aus den freien Medien, sprechen in diesem Film über solche Interaktionswege.
Wir entscheiden zusammen
Alle haben gleiche Rechte
Jeder wäscht sein Gehirn selbst
In Selbstgesprächen (unter anderem mit Siri, einer KI-Assistentin) schreite ich diese Wegmarken ab, um die aus den Fugen geratenen Ansichten neu zu überdenken. Feiner getuntes Bewusstsein vergrößert die innere Autonomie, das Wertekorsett kann sich neu schnüren, besser anpassen an die Wirklichkeit. Der Mensch ist formbar, das ist Chance und Risiko zugleich. Damals, in den 70er und 80er Jahren, wurde von unten nach oben gefordert, das Persönliche sei politisch. Heute, nach dem Gang durch die politischen Institutionen, fordert die Politik vom Bürger persönliche Moral & Haltung, politische Forderungen von unten verpuffen im Sozial-(Risiko)-Management der Regierenden. Was bedeutet diese Umkehrung? Welche Handlungsoptionen haben wir? Darüber denke ich nach in meinem Film.










